Ganzheitliche Futterkonzepte
für Ihre Schweinehaltung
Tradition. Innovation. Erfolg.
Unsere ganzheitlichen Futterkonzepte für die Schweinehaltung verbinden leistungsstarke mobile Mahl- und Mischanlagen mit hochwertigen Mineralfuttermitteln und ausgewählten Spezialkomponenten.
Auf Basis langjähriger fachlicher Erfahrung und aktueller Erkenntnisse entwickeln wir Lösungen, die die Fütterung gezielt unterstützen, Tierwohl und Leistung berücksichtigen und eine fundierte Grundlage für betriebliche Entscheidungen schaffen.
Weil wichtige Entscheidungen gute Informationen brauchen.
Die Zuchtsau
Fundament des Erfolgs
Vitalität und Langlebigkeit sichern. Eine erfolgreiche Ferkelproduktion beginnt bei der optimalen Versorgung der Sau. Unser Ziel ist es, den Substanzverlust während der Säugezeit unter 10 % zu halten und Gewichtsschwankungen in der Trächtigkeit zu minimieren. Unsere Futterkonzepte sind exakt an die Energiebedarfe der Trage- und Säugezeit angepasst.
- Für hohe Leistungen: Mineralfutter wie R-Gold Lac oder R-Gold T sorgen mit Vitaminen und Spurenelementen für widerstandsfähige Tiere.
- Spezial-Support: Der R-Energiemix unterstützt mit Omega-3-Fettsäuren und schneller Energie laktierende Sauen bei großen Würfen.
Ziele der Sauenfütterung
Gesunde Sauen, Vitale Ferkel und stabile Leistungen
Eine bedarfsgerechte Sauenfütterung bildet die Grundlage für gesunde, leistungsfähige Sauen und eine optimale Entwicklung der Ferkel. Dabei kommt es nicht nur auf die Energie- und Nährstoffversorgung an: Die Rationen müssen gezielt an die jeweilige Leistungsphase, den Körperzustand und die betrieblichen Bedingungen angepasst werden.
Die wichtigsten Ziele einer optimalen Sauenfütterung
1 Körperreserven erhalten
Starke Gewichtsschwankungen belasten den Stoffwechsel und können die Fruchtbarkeit, sowie die Leistung der Sau beeinträchtigen. Ziel ist es, den Verlust an Körpersubstanz auf weniger als 10% zu begrenzen und den Körperzustand während der Trächtigkeit möglichst stabil zu halten.
Wie sich der Energiebedarf im Verlauf von Trächtigkeit und Laktation verändert, zeigt unsere Futterkurve zur phasengerechten Sauenfütterung.
2 Geburts- und Absetzgewichte der Ferkel verbessern
Eine optimal versorgte Sau schafft beste Voraussetzungen für eine gleichmäßige Entwicklung der Ferkel. Die bedarfsgerechte Fütterung während Trächtigkeit und Laktation kann sowohl die Geburtsgewichte als auch die täglichen Zunahmen und Absetzgewichte positiv beeinflussen.
3 Energieversorgung an de Laktation anpassen
Während der Säugezeit steigt der Energiebedarf deutlich an. Die Ration sollte deshalb eine bedarfsgerechte Energieaufnahme ermöglichen und in der Regel eine Energiekonzentration von etwa 12 bis 13,5 MJ ME je Kilogramm Futter erreichen. Entscheidend ist dabei nicht allein der Energiegehalt, sondern auch eine möglichst hohe und stabile Futteraufnahme.
4 Vitamine und Spurenelemente gezielt einsetzen
Ein hochwertiges Mineralfutter für Sauen liefert essenzielle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Eine bedarfsgerechte Versorgung unterstützt das Immunsystem, den Knochenstoffwechsel, die Fruchtbarkeit und die Widerstandsfähigkeit von Sau und Ferkeln.
Sauenfütterung individuell optimieren
Jeder Betrieb stellt andere Anforderungen an Futterkomponenten, Haltung, Genetik, und Leistungsniveau. Pauschale Fütterungsempfehlungen reichen deshalb oft nicht aus.
Unsere Fütterungsberatung für Sauen betrachtet die gesamte Ration: von der Qualität der einzusetzenden Futtermittel über die Herstellung des passenden Mineralfutters. Unser Ziel ist es, eine phasengerechte Versorgung während der Trächtigkeit und Laktation auf Basis einer transparenten Beratung zu entwickeln.
Futterkurve für Sauen: Energieversorgung an jede Leistungsphase anpassen
Der Energie- und Nährstoffbedarf einer Sau verändert sich im Verlauf von Trächtigkeit und Laktation erheblich. Eine phasengerechte Futterkurve für Sauen berücksichtigt deshalb sowohl den Erhaltungsbedarf als auch Körperkondition, Wurfnummer, Lebendmasse, Haltungsbedingungen und die jeweilige Leistungsphase.
Die dargestellten Werte dienen als Orientierung. Eine optimale Futterkurve muss immer an Genetik, Wurfleistung, Körperkondition, Futterqualität, Stallklima und das betriebliche Management angepasst werden. Im Rahmen unserer Spezialberatung Schwein entwickeln wir eine individuell abgestimmte Fütterung für Ihren Sauenbestand.
Zu den einzelnen Phasen gehen wir detaillierter in den unterstehenden Themenblöcken ein:
Tragefutter: Körperkondition gezielt steuern
Während der Niederträchtigkeit steht eine bedarfsgerechte Versorgung der Sau im Mittelpunkt. Ziel ist es, den Erhaltungsbedarf zu decken, die Körperkondition auszugleichen und gleichzeitig eine Überkonditionierung zu vermeiden.
Die Energiezuteilung richtet sich insbesondere nach:
- Lebendmasse und Wurfnummer,
- Körperkondition beziehungsweise Rückenspeckdicke,
- Haltungsform und Bewegung,
- Stallklima und Umgebungstemperatur,
- vorausgegangenem Substanzverlust während der Laktation.
Sauen mit unzureichender Körperkondition benötigen eine gezielte individuelle Zulage. Überkonditionierte Tiere sollten hingegen kontrolliert versorgt werden, da eine zu hohe Kondition den Geburtsverlauf, die Futteraufnahme in der Laktation und die nachfolgende Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.
Ab etwa dem 85. Trächtigkeitstag nimmt das Wachstum von Föten, Gebärmutter und Gesäugegewebe deutlich zu. In der Hochträchtigkeit steigt daher der Bedarf an Energie, Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen. Die Fütterung sollte entsprechend angepasst werden, ohne die Sau übermäßig zu verfetten.
Sauenfütterung individuell optimieren
Wenn Sie Fragen hinsichtlich der Fütterung Ihrer Sauen haben, dann melden Sie sich gerne bei uns!
Wir berücksichtigen die gesamte Ration: von der Qualität der einzusetzenden Futtermittel über den Einsatz des passenden Mineralfutters. Unser Ziel ist es, eine phasengerechte Versorgung während der Trächtigkeit und Laktation auf Basis einer transparenten Beratung gemeinsam zu entwickeln.
Geburtsfutter: den Übergang zum Abferkeln unterstützen
Das Geburtsfutter bildet den Übergang zwischen Trage- und Laktationsfütterung. In dieser sensiblen Phase soll die Ration die Sau auf den Geburtsvorgang und den anschließenden Laktationsbeginn vorbereiten.
Von besonderer Bedeutung sind:
- eine ausreichende Energieverfügbarkeit,
- eine gut verträgliche Rationsgestaltung,
- funktionelle Faserkomponenten zur Unterstützung der Darmtätigkeit,
- eine gesicherte Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen,
- eine kontinuierliche Aufnahme von hygienisch einwandfreiem Wasser.
Die Umstellung sollte nicht abrupt, sondern auf die bisherige Ration und die betriebliche Fütterungstechnik abgestimmt erfolgen. Mehrere kleinere Mahlzeiten können dazu beitragen, den Verdauungstrakt zu entlasten und die Energieversorgung rund um das Abferkeln möglichst gleichmäßig aufrechtzuerhalten.
Eine pauschale starke Futterreduzierung unmittelbar vor der Geburt ist nicht grundsätzlich sinnvoll. Entscheidend sind der individuelle Zustand der Sau, ihre Futteraufnahme und der zeitliche Abstand zwischen der letzten Mahlzeit und dem Geburtsbeginn.
Sauenfütterung individuell optimieren
Wenn Sie Fragen hinsichtlich der Fütterung Ihrer Sauen haben, dann melden Sie sich gerne bei uns!
Wir berücksichtigen die gesamte Ration: von der Qualität der einzusetzenden Futtermittel über den Einsatz des passenden Mineralfutters. Unser Ziel ist es, eine phasengerechte Versorgung während der Trächtigkeit und Laktation auf Basis einer transparenten Beratung gemeinsam zu entwickeln.
Laktationsfutter: Futteraufnahme und Milchleistung steigern
Nach dem Abferkeln steigt der Energie- und Nährstoffbedarf erheblich. Die Sau benötigt ausreichend Energie, Aminosäuren, Mineralstoffe und Wasser für die Bildung von Kolostrum und Milch sowie für die Versorgung eines leistungsstarken Wurfes.
Die Futtermenge sollte kontrolliert, aber möglichst zügig an die steigende Milchleistung angepasst werden. Ziel ist eine hohe und stabile Futteraufnahme, ohne die Sau durch zu große Einzelmahlzeiten oder eine zu schnelle Futtersteigerung zu überfordern.
Ein bedarfsgerechtes Laktationsfutter unterstützt:
- eine hohe Kolostrum- und Milchleistung,
- gleichmäßige Zunahmen der Ferkel,
- eine Begrenzung des Körpersubstanzverlustes,
- die Stoffwechselstabilität der Sau,
- einen zügigen Wiedereintritt in den Reproduktionszyklus nach dem Absetzen.
! Neben der Energie- und Nährstoffkonzentration beeinflussen auch Schmackhaftigkeit, Futterhygiene, Stalltemperatur, Fütterungshäufigkeit und Wasserverfügbarkeit die tatsächliche Futteraufnahme.
Sauenfütterung individuell optimieren
Wenn Sie Fragen hinsichtlich der Fütterung Ihrer Sauen haben, dann melden Sie sich gerne bei uns!
Wir berücksichtigen die gesamte Ration: von der Qualität der einzusetzenden Futtermittel über den Einsatz des passenden Mineralfutters. Unser Ziel ist es, eine phasengerechte Versorgung während der Trächtigkeit und Laktation auf Basis einer transparenten Beratung gemeinsam zu entwickeln.
Nach dem Absetzen: auf den nächsten Zyklus vorbereiten
Mit dem Absetzen sollte die Sau erneut hinsichtlich ihrer Körperkondition bewertet werden. Die in der Abbildung dargestellte Body Condition Score (BCS)-Skala unterstützt dabei, den Ernährungszustand der Tiere praxisnah einzuordnen. Ziel ist ein optimaler Konditionszustand im Bereich BCS 3, da sowohl unterkonditionierte als auch überkonditionierte Sauen Nachteile für Fruchtbarkeit, Futteraufnahme und den weiteren Reproduktionsverlauf aufweisen können.
Die systematische Beurteilung liefert damit eine wichtige Grundlage für die anschließende Fütterungsanpassung und die Vorbereitung auf den nächsten Zyklus.
Abhängig vom Zustand der Sau und vom betrieblichen Fruchtbarkeitsmanagement kann eine kurzfristige Anhebung der Energieversorgung vor der Belegung sinnvoll sein.
Sauenfütterung individuell optimieren
Wenn Sie Fragen hinsichtlich der Fütterung Ihrer Sauen haben, dann melden Sie sich gerne bei uns!
Wir berücksichtigen die gesamte Ration: von der Qualität der einzusetzenden Futtermittel über den Einsatz des passenden Mineralfutters. Unser Ziel ist es, eine phasengerechte Versorgung während der Trächtigkeit und Laktation auf Basis einer transparenten Beratung gemeinsam zu entwickeln.
Gezielte Fütterung vor und nach der Geburt
Die Tage rund um das Abferkeln stellen besondere Anforderungen an die Sauenfütterung. In dieser sensiblen Transitphase verändern sich Futteraufnahme, Energiebedarf, Darmtätigkeit und Stoffwechsel innerhalb kürzester Zeit. Eine gezielte Fütterungsstrategie unterstützt die Sau während des Geburtsverlaufs und erleichtert den anschließenden Start in die Laktation.
Futteraufnahme rund um das Abferkeln steuern
Unmittelbar vor der Geburt sollte die Futtermenge an die individuelle Futteraufnahme und den erwarteten Abferkelzeitpunkt angepasst werden. Eine pauschale starke Futterreduzierung ist dabei nicht grundsätzlich empfehlenswert. Lange Zeiträume zwischen der letzten Futteraufnahme und dem Geburtsbeginn können die Energieverfügbarkeit während des Abferkelns begrenzen. Mehrere kleinere Mahlzeiten können dazu beitragen, die Sau möglichst kontinuierlich mit Energie zu versorgen und den Geburtsverlauf zu unterstützen.
Darm- und Harnwegsgesundheit gezielt unterstützen
Abhängig von der betrieblichen Situation können ausgewählte Probiotika, organische Säuren oder harnansäuernde Futterkomponenten die Rationsgestaltung ergänzen. Ihr Einsatz sollte jedoch stets auf das Grundfutter, die Wasserqualität, den Gesundheitsstatus der Herde und das eingesetzte Mineralfutter für Sauen abgestimmt werden.
Solche Ergänzungen ersetzen weder eine bedarfsgerechte Fütterung noch ein konsequentes Hygiene- und Gesundheitsmanagement. Besonders bei wiederkehrenden Verdauungs- oder Harnwegsproblemen ist eine betriebsindividuelle Ursachenanalyse erforderlich.
Rohfaser fördert eine aktive Verdauung
Eine ausreichende Versorgung mit geeigneten löslichen und unlöslichen Faserkomponenten unterstützt die Darmmotorik und eine physiologische Kotkonsistenz. Dadurch kann Verstopfungen vorgebeugt werden, die rund um die Geburt häufig auftreten und die Sau zusätzlich belasten.
Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass faserreiche Transitrationen Verstopfungen reduzieren und sich positiv auf die Abferkeldauer sowie die Leistungen der Ferkel auswirken können. Entscheidend sind jedoch nicht allein der Rohfasergehalt, sondern auch die Faserquelle, deren Fermentierbarkeit und eine ausreichende Wasserverfügbarkeit.
Wasseraufnahme konsequent absichern
Frisches, hygienisch einwandfreies Wasser muss der Sau jederzeit in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Die Wasseraufnahme beeinflusst die Futteraufnahme, die Verdauung und den Stoffwechsel. Nach dem Abferkeln steigt der Bedarf deutlich an, da Wasser eine wesentliche Voraussetzung für die Kolostrum- und Milchbildung ist.
Neben der Wasserqualität sollten deshalb auch die Erreichbarkeit und die Durchflussleistung der Tränken regelmäßig kontrolliert werden. Eine unzureichende Wasserversorgung kann die Futteraufnahme und damit die Leistungsfähigkeit von Sau und Ferkeln begrenzen.
PPDS beziehungsweise MMA ganzheitlich vorbeugen
Der als MMA bekannte Krankheitskomplex wird heute überwiegend als Postpartum-Dysgalaktie-Syndrom, kurz PPDS, bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein multifaktorielles Geschehen, bei dem unter anderem Fütterung, Verstopfung, Wasseraufnahme, Körperkondition, Geburtsverlauf, Hygiene und Stallklima zusammenwirken können. Eine einzelne Fütterungsmaßnahme kann PPDS daher nicht sicher verhindern.
Eine abgestimmte Transitfütterung schafft jedoch wichtige Voraussetzungen für:
- eine aktive Darmfunktion,
- eine bedarfsgerechte Energieversorgung während der Geburt,
- eine zügige Regeneration der Sau,
- eine gute Kolostrum- und Milchleistung sowie
- vitale und gleichmäßig versorgte Ferkel.
Sauenfütterung individuell optimieren
Jeder Betrieb stellt andere Anforderungen an Futterkomponenten, Haltung, Genetik, und Leistungsniveau. Pauschale Fütterungsempfehlungen reichen deshalb oft nicht aus.
Unsere Fütterungsberatung für Sauen betrachtet die gesamte Ration: von der Qualität der einzusetzenden Futtermittel über die Herstellung des passenden Mineralfutters. Unser Ziel ist es, eine phasengerechte Versorgung während der Trächtigkeit und Laktation auf Basis einer transparenten Beratung zu entwickeln.
Ferkelaufzucht
Der sichere start
Die Ferkelaufzucht beginnt bereits während der Säugezeit. Eine frühe Beifütterung gewöhnt die Ferkel an feste Futtermittel und bereitet das Verdauungssystem auf die Umstellung von Sauenmilch auf pflanzlich geprägte Rationen vor.
Rund um das Absetzen treffen Futterwechsel, Umstallung und soziale Veränderungen gleichzeitig aufeinander. Hochverdauliche Rationen, eine stabile Futteraufnahme und ein abgestimmtes Management helfen, den Wachstumseinbruch zu begrenzen, die Darmfunktion zu unterstützen und die Ferkel sicher bis etwa 28 kg Lebendmasse zu entwickeln.
Anfütterungsmanagement der Saugferkel
Eine erfolgreiche Ferkelaufzucht beginnt bereits während der Säugezeit. Durch ein gezieltes Anfütterungsmanagement lernen die Ferkel frühzeitig, neben der Sauenmilch auch feste Futtermittel aufzunehmen. Dabei gewöhnen sie sich schrittweise an Geruch, Geschmack und Struktur des späteren Ferkelfutters.
Zur ergänzenden Milchversorgung
Milchaustauscher zur Unterstützung der Nährstoffversorgung während der Säugezeit. Besonders interessant bei großen Würfen, begrenzter Milchleistung der Sau oder erhöhtem Versorgungsbedarf einzelner Ferkel. Die Milchergänzung ersetzt jedoch nicht die parallele Gewöhnung an festes Futter!
Folgeversorgung über das Cup-System
Speziell für die ergänzende Folgeversorgung nach dem Milchaustauscher über Cup-Systeme entwickelt. Piggi Cup ermöglicht eine systematische Versorgung größerer Würfe und kann zu einer gleichmäßigeren Entwicklung der Ferkelgruppe beitragen. Auch hier sollte zusätzlich ein geeigneter Prestarter angeboten werden.
Früheste Festfutteraufnahme fördern
Ein besonders schmackhafter mehlförmiger Prestarter, der auf die möglichst frühe Aufnahme kleiner Futtermengen ausgerichtet ist. R-Piggi Dream unterstützt die erste Fresserfahrung und bereitet die Ferkel frühzeitig auf die spätere Umstellung auf feste Futtermittel vor.
Beifütterung ab dem zweiten Lebenstag
R-Piggi Baby ist für die frühe Beifütterung während der Säugezeit vorgesehen. Hochverdauliche Komponenten und eine angepasste Futterstruktur (Nanopellet) unterstützen die Gewöhnung an festes Futter und begleiten die Entwicklung des Verdauungssystems. Zudem ist es vor allem für den Einsatz der künstlichen Amme konzipiert worden.
Übergang rund um das Absetzen
R-Piggi Start 100 übernimmt die Versorgung in der sensiblen Phase rund um das Absetzen. Das Produkt schafft Kontinuität zwischen Prestarter und anschließendem Ferkelaufzuchtfutter und unterstützt damit eine möglichst stabile Futteraufnahme während der Umstellung.
Absetzfutter mit hofeigenem Getreide herstellen
R-Goldmix 500 wird nach dem Absetzen eingesetzt und ermöglicht die Herstellung eines hochwertigen Absetz- beziehungsweise Ferkelaufzuchtfutters I mit betriebseigenen Getreidekomponenten. Damit lässt sich das Fütterungskonzept kontrolliert bis in die weitere Aufzucht fortführen.
Enzymaktivität von Saugferkeln: Was passiert eigentlich?
Verdauung auf Festfutter vorbereiten
In den ersten 2 Lebenswochen ist die Verdauung vor allem auf die Verwertung der Sauenmilch ausgerichtet. Wie die Abbildung zeigt, nimmt die Bedeutung der Lactase mit zunehmendem Alter ab, während Enzyme für die Verdauung von Stärke, Zucker, Fett und Protein an Aktivität gewinnen.
Die frühe Aufnahme eines geeigneten Prestarters unterstützt diese Anpassung. Mit dem Futter gelangen erstmals nennenswerte Mengen an Stärke, pflanzlichen Proteinquellen und weiteren Bestandteilen in den Verdauungstrakt. Dadurch werden die Ferkel schrittweise auf die vollständige Futterumstellung beim Absetzen vorbereitet.
Was unterscheidet Milch von Prestarter?
Milchaustauscher und Prestarter erfüllen unterschiedliche Aufgaben
Milchaustauscher ergänzt die flüssige Nährstoffversorgung während der Säugezeit. Er kann insbesondere bei großen Würfen, begrenzter Milchleistung der Sau oder unzureichender Zitzenkapazität dazu beitragen, die Versorgung der Ferkel abzusichern und höhere Absetzgewichte zu unterstützen.
Prestarter gewöhnt die Ferkel dagegen an festes Futter. Er fördert die Fresserfahrung und bereitet das Verdauungssystem auf den vollständigen Wechsel zu einer überwiegend pflanzlichen Ration vor.
Eine zusätzliche Milchversorgung ersetzt deshalb nicht die Beifütterung mit Prestarter. Beide Maßnahmen können sich ergänzen, verfolgen aber unterschiedliche Ziele.
Potenziale eines abgestimmten Anfütterungskonzeptes
Ein gut abgestimmtes Anfütterungsmanagement kann:
- Die Nährstoffversorgung großer Würfe ergänzen
- Die frühe Aufnahme von Festfutter fördern
- Den Übergang beim Absetzen erleichtern
- Die Futteraufnahme nach dem Absetzen unterstützen
- Höhere und gleichmäßigere Absetzgewichte begünstigen
- Die Entwicklung homogener Ferkelgruppen fördern
Die wissenschaftlichen Ergebnisse zur Prestarterfütterung zeigen allerdings eine gewisse Streuung. Entscheidend sind unter anderem der Beginn und die Dauer der Beifütterung, die Schmackhaftigkeit und Verdaulichkeit des Futters, das Fütterungssystem sowie der Anteil der Ferkel, die tatsächlich fressen.
Prestarter gezielt und phasengerecht einsetzen
Die Abbildung zeigt, dass das Rottmann-Prestarterkonzept die Ferkel von der frühen Säugephase bis über das Absetzen hinaus begleitet.
Milchergänzung, Prestarter und Absetzfutter werden dabei zeitlich aufeinander abgestimmt. So lässt sich die Futterform schrittweise an Alter, Verdauungsentwicklung und Futteraufnahme der Ferkel anpassen.
Welches Produkt passt zu welcher Phase?
Zur ergänzenden Milchversorgung
Milchaustauscher zur Unterstützung der Nährstoffversorgung während der Säugezeit. Besonders interessant bei großen Würfen, begrenzter Milchleistung der Sau oder erhöhtem Versorgungsbedarf einzelner Ferkel. Die Milchergänzung ersetzt jedoch nicht die parallele Gewöhnung an festes Futter!
Folgeversorgung über das Cup-System
Speziell für die ergänzende Folgeversorgung nach dem Milchaustauscher über Cup-Systeme entwickelt. Piggi Cup ermöglicht eine systematische Versorgung größerer Würfe und kann zu einer gleichmäßigeren Entwicklung der Ferkelgruppe beitragen. Auch hier sollte zusätzlich ein geeigneter Prestarter angeboten werden.
Früheste Festfutteraufnahme fördern
Ein besonders schmackhafter mehlförmiger Prestarter, der auf die möglichst frühe Aufnahme kleiner Futtermengen ausgerichtet ist. R-Piggi Dream unterstützt die erste Fresserfahrung und bereitet die Ferkel frühzeitig auf die spätere Umstellung auf feste Futtermittel vor.
Beifütterung ab dem zweiten Lebenstag
R-Piggi Baby ist für die frühe Beifütterung während der Säugezeit vorgesehen. Hochverdauliche Komponenten und eine angepasste Futterstruktur (Nanopellet) unterstützen die Gewöhnung an festes Futter und begleiten die Entwicklung des Verdauungssystems. Zudem ist es vor allem für den Einsatz der künstlichen Amme konzipiert worden.
Übergang rund um das Absetzen
R-Piggi Start 100 übernimmt die Versorgung in der sensiblen Phase rund um das Absetzen. Das Produkt schafft Kontinuität zwischen Prestarter und anschließendem Ferkelaufzuchtfutter und unterstützt damit eine möglichst stabile Futteraufnahme während der Umstellung.
Absetzfutter mit hofeigenem Getreide herstellen
R-Goldmix 500 wird nach dem Absetzen eingesetzt und ermöglicht die Herstellung eines hochwertigen Absetz- beziehungsweise Ferkelaufzuchtfutters I mit betriebseigenen Getreidekomponenten. Damit lässt sich das Fütterungskonzept kontrolliert bis in die weitere Aufzucht fortführen.
Anfütterung mit CUP-System
Das Cup-System im Abferkelstall ist ein automatisiertes beziehungsweise teilautomatisiertes System zur ergänzenden Milchversorgung von Saugferkeln. Über kleine Tränkecups in der Abferkelbucht wird frisch angemischter Milchaustauscher mehrmals täglich angeboten.
! Ein Cup-System sollte die Sau und das betriebliche Wurfmanagement ergänzen, nicht ersetzen. Auch bei ergänzender Milchversorgung bleiben Kolostrumaufnahme, Gesäugekontrolle, Wurfausgleich und Tierbeobachtung unverzichtbar.
Es eignet sich besonders bei:
- großen Würfen und begrenzter Milchleistung der Sau,
- mehr Ferkeln als sicher nutzbaren Zitzen,
- schwächeren oder leichteren Ferkeln,
- dem Ziel, Absetzgewichte und Wurfausgeglichenheit zu verbessern.
Checkliste Cup-System:
- Anlage und Leitungen konsequent reinigen
- Milch frisch und nach Herstellerangabe anmischen
- Konzentration und Temperatur regelmäßig kontrollieren!
- Cups kontinuierlich auf Funktion und Verschmutzung prüfen
- Tatsächliche Aufnahme und Entwicklung der Ferkel beobachten
- Zur Gewöhnung an Festfutter zusätzlich Prestarter anbieten
Wichtig ist die klare Abgrenzung: Das Cup-System dient der Milchergänzung, nicht der Gewöhnung an Festfutter. Ein Prestarter sollte deshalb parallel angeboten werden, damit die Ferkel auf das Absetzen vorbereitet werden.
R-Piggi Cup ist als Milchaustauscher für Cup-Systeme vorgesehen. Die Rezeptur enthält unter anderem Milchkomponenten, aufgeschlossene pflanzliche Rohstoffe, Enzyme und ausgewählte Bacillus-Stämme.
Woran erkenne ich ein funktionierendes Anfütterungsmanagement?
- möglichst viele Ferkel besuchen selbstständig die Futter- oder Milchstelle
- Prestarter wird regelmäßig und nicht nur von einzelnen Tieren aufgenommen
- Futterreste bleiben gering und hygienisch unauffällig
- die Gruppe entwickelt sich möglichst gleichmäßig
- schwächere Ferkel werden frühzeitig erkannt
- der Übergang zum Absetzfutter erfolgt ohne abrupten Konzeptwechsel
Passendes Anfütterungsmanagement für Ihren Betrieb
Wie gut Ferkel auf das Absetzen vorbereitet sind, zeigt sich nicht allein an der eingesetzten Futtermenge. Entscheidend ist, wie viele Ferkel tatsächlich fressen, wie gleichmäßig sich der Wurf entwickelt und ob Milchergänzung, Prestarter und Management zusammenpassen.
Im Rahmen unserer Beratung schauen wir gemeinsam durch Ihren Bestand, beurteilen die Ferkel vor Ort und entwickeln ein betriebsindividuelles Anfütterungskonzept. Unser Ziel sind gesunde, gut entwickelte und möglichst gleichmäßige Ferkel, die mit so wenig Absetzstress wie möglich in die nächste Aufzuchtphase starten.
Mastschweine
Effizientes Wachstum
Futterverwertung und Fleischqualität optimieren.
Eine erfolgreiche Mastschweinefütterung verbindet hohe biologische Leistungen mit einer wirtschaftlichen und ressourceneffizienten Futterverwertung. Dabei steht nicht allein die maximale tägliche Zunahme im Mittelpunkt. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Wachstum, Futteraufnahme, Tiergesundheit und einer marktgerechten Schlachtkörperqualität.
Mastleistung und Futtereffizienz gezielt entwickeln
Je nach Genetik, Geschlecht, Haltungsbedingungen und Vermarktungsziel können in der Schweinemast tägliche Zunahmen von etwa 800 bis 1.200 g angestrebt werden. Gleichzeitig sollte der Energieaufwand je Kilogramm Zuwachs möglichst gering bleiben. Im Rottmann-Fütterungskonzept wird hierfür ein Orientierungswert von weniger als 36 MJ ME je Kilogramm Zuwachs genannt.
Hohe Zunahmen sind jedoch nur dann wirtschaftlich, wenn sie mit einer günstigen Futterverwertung, geringen Tierverlusten und einer gleichmäßigen Entwicklung der Mastgruppe verbunden sind.
Leistungsorientierte Mastfütterung beginnt mit einer passenden Ration
Hohe Tageszunahmen, eine günstige Futterverwertung und marktgerechte Schlachtkörper entstehen nur, wenn betriebliche Rohstoffe, Leistungsniveau und Mineralfutter exakt aufeinander abgestimmt sind.
Im Rahmen unserer kostenlosen Beratung prüfen wir Ihre vorhandene Futtermischung, berücksichtigen Analysewerte und entwickeln eine bedarfsgerechte Ration für Ihre Mastschweine. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Nährstoffgehalte, sondern die Wirtschaftlichkeit der gesamten Fütterung! Von der Aminosäuren- und Mineralstoffversorgung bis zu Futteraufnahme, Mastleistung und Schlachtergebnissen.
So entsteht ein Fütterungskonzept, das zu Ihrem Betrieb und Ihren Leistungszielen passt.
Tiergesundheit und Verluste im Blick behalten
Eine stabile Tiergesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für hohe Mastleistungen und geringe Verluste. Erkrankungen wirken sich häufig bereits vor dem Auftreten eindeutiger klinischer Symptome auf das Fressverhalten aus. Untersuchungen an wachsenden Schweinen zeigen, dass Lahmheiten und Schwanzverletzungen mit Veränderungen beziehungsweise Rückgängen der individuellen Futteraufnahme verbunden sein können. Eine abnehmende oder stark schwankende Futteraufnahme sollte deshalb nicht ausschließlich als Leistungsproblem, sondern auch als mögliches Frühwarnsignal für gesundheitliche Belastungen betrachtet werden.
Immunaktivierung verändert den Nährstoffbedarf
Wird das Immunsystem durch Infektionen, Entzündungen oder einen erhöhten Keimdruck aktiviert, stehen Energie und Aminosäuren nicht mehr vollständig für den Muskelansatz zur Verfügung. Sie werden zusätzlich für die Bildung von Immunzellen, Akutphaseproteinen, Antikörpern und antioxidativen Schutzsystemen benötigt. In Fütterungsversuchen war dieser Zielkonflikt besonders ausgeprägt, wenn die Versorgung mit schwefelhaltigen Aminosäuren, Threonin und Tryptophan begrenzt war. Eine rechnerisch ausreichende Lysinversorgung allein garantiert daher unter gesundheitlicher Belastung noch keine optimale Nutzung der übrigen Aminosäuren.
Für die Praxis bedeutet das: Die Aminosäurenversorgung muss als Gesamtsystem beurteilt werden. Eine starke Rohproteinabsenkung ist nur sinnvoll, wenn alle limitierenden Aminosäuren sowie die Energieversorgung bedarfsgerecht abgesichert sind. Andernfalls können Proteinansatz, Regenerationsfähigkeit und Wachstum beeinträchtigt werden.
Leistungsorientierte Mastfütterung beginnt mit einer passenden Ration
Hohe Tageszunahmen, eine günstige Futterverwertung und marktgerechte Schlachtkörper entstehen nur, wenn betriebliche Rohstoffe, Leistungsniveau und Mineralfutter exakt aufeinander abgestimmt sind.
Im Rahmen unserer kostenlosen Beratung prüfen wir Ihre vorhandene Futtermischung, berücksichtigen Analysewerte und entwickeln eine bedarfsgerechte Ration für Ihre Mastschweine. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Nährstoffgehalte, sondern die Wirtschaftlichkeit der gesamten Fütterung! Von der Aminosäuren- und Mineralstoffversorgung bis zu Futteraufnahme, Mastleistung und Schlachtergebnissen.
So entsteht ein Fütterungskonzept, das zu Ihrem Betrieb und Ihren Leistungszielen passt.
Schlachtkörperqualität marktgerecht steuern
Energie und Aminosäuren bestimmen den Gewebeansatz
Die Zusammensetzung des Zuwachses wird wesentlich durch das Verhältnis von verfügbarer Energie zu verdaulichen Aminosäuren beeinflusst. Energie liefert die Grundlage für Wachstum, kann bei einem Überschuss gegenüber dem Proteinansatz jedoch verstärkt als Fett gespeichert werden. Eine ausreichende Versorgung mit standardisiert ileal verdaulichem Lysin und den weiteren essenziellen Aminosäuren unterstützt dagegen den Muskelproteinansatz und damit einen höheren Magerfleischanteil.
Entscheidend ist deshalb nicht die Energie- oder Lysinkonzentration allein, sondern ihr auf die Mastphase abgestimmtes Verhältnis. Studien mit wachsenden und ausgemästeten Schweinen zeigen, dass Veränderungen der Energiedichte und des Lysin-Energie-Verhältnisses sowohl Wachstum und Futterverwertung als auch Rückenspeck und Schlachtkörperzusammensetzung beeinflussen können. Mit zunehmender Lebendmasse sinkt das Potenzial für den Proteinansatz, sodass die Nährstoffkonzentration in der Endmast gezielt angepasst werden sollte.
Schlachtleistung nicht isoliert beurteilen
Eine hohe tägliche Zunahme führt nicht automatisch zum wirtschaftlich günstigsten Schlachtkörper. Für die Vermarktung müssen Mastendgewicht, Muskelfleischanteil, Rückenspeck, Schlachtkörpergewicht und Futteraufwand gemeinsam betrachtet werden. Eine zu geringe Aminosäurenversorgung kann den Proteinansatz begrenzen und die Fettablagerung begünstigen; eine unnötig hohe Versorgung erhöht dagegen die Futterkosten und die Stickstoffausscheidungen, ohne den Magerfleischanteil unbegrenzt weiter zu steigern.
Leistungsorientierte Mastfütterung beginnt mit einer passenden Ration
Hohe Tageszunahmen, eine günstige Futterverwertung und marktgerechte Schlachtkörper entstehen nur, wenn betriebliche Rohstoffe, Leistungsniveau und Mineralfutter exakt aufeinander abgestimmt sind.
Im Rahmen unserer kostenlosen Beratung prüfen wir Ihre vorhandene Futtermischung, berücksichtigen Analysewerte und entwickeln eine bedarfsgerechte Ration für Ihre Mastschweine. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Nährstoffgehalte, sondern die Wirtschaftlichkeit der gesamten Fütterung! Von der Aminosäuren- und Mineralstoffversorgung bis zu Futteraufnahme, Mastleistung und Schlachtergebnissen.
So entsteht ein Fütterungskonzept, das zu Ihrem Betrieb und Ihren Leistungszielen passt.
Erfolgsfaktoren einer bedarfsgerechten Mastfütterung
Eine erfolgreiche Mast beruht nicht auf einer einzelnen Kennzahl. Wichtige Bausteine sind:
- eine phasengerechte Anpassung der Ration,
- eine ausgewogene Versorgung mit verdaulichen Aminosäuren,
- eine bedarfsgerechte Mineralstoff- und Phosphorversorgung,
- ausreichende Rohfaser und eine hohe Futterhygiene,
- eine jederzeit verfügbare und hygienisch einwandfreie Wasserversorgung.
Die regelmäßige Kontrolle von Futteraufnahme, Tageszunahmen, Tiergesundheit und Schlachtergebnissen zeigt, ob die gewählte Ration zum Betrieb und zum Leistungsniveau der Tiere passt.
Praxisziel: Eine erfolgreiche Mastschweinefütterung soll nicht nur hohe Zunahmen ermöglichen, sondern Futterkosten, Tiergesundheit und Schlachtkörperqualität in ein wirtschaftlich sinnvolles Verhältnis bringen.
Leistungsorientierte Mastfütterung beginnt mit einer passenden Ration
Hohe Tageszunahmen, eine günstige Futterverwertung und marktgerechte Schlachtkörper entstehen nur, wenn betriebliche Rohstoffe, Leistungsniveau und Mineralfutter exakt aufeinander abgestimmt sind.
Im Rahmen unserer kostenlosen Beratung prüfen wir Ihre vorhandene Futtermischung, berücksichtigen Analysewerte und entwickeln eine bedarfsgerechte Ration für Ihre Mastschweine. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne Nährstoffgehalte, sondern die Wirtschaftlichkeit der gesamten Fütterung! Von der Aminosäuren- und Mineralstoffversorgung bis zu Futteraufnahme, Mastleistung und Schlachtergebnissen.
So entsteht ein Fütterungskonzept, das zu Ihrem Betrieb und Ihren Leistungszielen passt.
Jungsauen
Kondition, Fruchtbarkeit und Nutzungsdauer
Eine bedarfsgerechte Jungsauenfütterung entscheidet wesentlich darüber, mit welcher körperlichen Entwicklung und Kondition die Tiere in die erste Trächtigkeit starten. Während der Jungsauenaufzucht müssen Wachstum, Körperfettreserven, Fundamententwicklung und Geschlechtsreife gezielt aufeinander abgestimmt werden.
Die Anforderungen verändern sich mit zunehmender Lebendmasse. Deshalb sollten Energie, SID-Lysin, Rohfaser, Mineralstoffe und Spurenelemente phasengerecht angepasst werden. Gleichzeitig muss eine einwandfreie Futterqualität sichergestellt werden, da insbesondere Mykotoxine wie Zearalenon die Entwicklung und Fruchtbarkeit von Jungsauen beeinträchtigen können.
Mit unserer Spezialberatung Schwein lassen sich Aufzuchtfutter, Mineralfutter, Fütterungskurve und Rohstoffqualität gezielt auf Genetik, Haltung und Entwicklungsstand der Jungsauen abstimmen.
Ziele der Jungsauenfütterung
Eine bedarfsgerechte Jungsauenfütterung schafft die Grundlage für eine leistungsfähige, fruchtbare und langlebige Sau. Bereits in der Aufzucht wird entschieden, ob sich die Tiere gleichmäßig entwickeln, stabile Fundamente ausbilden und mit einer passenden Körperkondition in die erste Belegung starten.
Wie die Abbildung zeigt, verfolgt die Jungsauenaufzucht das Ziel, die Tiere von der Ferkelphase über die Aufzucht bis zur Erstbelegung kontrolliert und ohne Entwicklungseinbrüche zu führen. Im Vordergrund stehen dabei nicht maximale Tageszunahmen, sondern eine harmonische körperliche Entwicklung, die Kondition, Geschlechtsreife und Fundamentgesundheit gleichermaßen berücksichtigt.
Entwicklungsziel bis zur Erstbelegung
Zur ersten Belegung sollten Jungsauen ein angemessenes Körpergewicht und ausreichende Fettreserven erreicht haben. Als praxisorientierter Orientierungsbereich gelten häufig etwa 135 bis 160 kg Lebendmasse sowie eine Rückenspeckdicke von rund 15 bis 16 mm. Diese Werte sind jedoch immer im Zusammenhang mit Genetik, Alter, Haltungsbedingungen und dem betrieblichen Management zu beurteilen.
Die Jungsauenaufzucht soll eine gleichmäßige und kontrollierte Entwicklung bis zur ersten Belegung sicherstellen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht maximale Tageszunahmen, sondern ein ausgewogenes Wachstum von Muskulatur, Skelett und Fettreserven.
Eine gezielte Jungsauenfütterung schafft damit die Grundlage für Fruchtbarkeit, Belastbarkeit und eine möglichst lange Nutzungsdauer.
Kondition und Rückenspeck im Blick behalten
Das Körpergewicht allein reicht zur Beurteilung der Belegungsreife nicht aus. Zusätzlich sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob die Jungsau über ausreichende Fettreserven verfügt, ohne bereits überkonditioniert zu sein.
Als Orientierungswert kann eine Rückenspeckdicke von etwa 15 bis 16 mm herangezogen werden. Der Zielbereich ist jedoch von Genetik, Messstelle, Messmethode und betrieblichem Management abhängig.
Zu magere Jungsauen verfügen häufig über zu geringe Energiereserven für die erste Trächtigkeit und Laktation. Eine übermäßige Kondition kann dagegen die Beweglichkeit, Futteraufnahme und spätere Reproduktionsleistung beeinträchtigen. Ziel ist daher eine harmonisch entwickelte Jungsau mit angemessenen Fettreserven und stabiler Körperkondition.
Fundament und Geschlechtsreife sichern
Neben Gewicht und Rückenspeck müssen auch die Entwicklung von Fundamenten, Klauen und Geschlechtsreife berücksichtigt werden. Die Jungsau sollte sich sicher und gleichmäßig bewegen und keine erkennbaren Fehlstellungen oder Lahmheiten aufweisen.
Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Energie, Aminosäuren, Calcium, verdaulichem Phosphor, Vitaminen und Spurenelementen unterstützt die Entwicklung von Knochen, Gelenken und Klauen. Gleichzeitig darf die Wachstumsintensität nicht zu hoch sein, damit die noch in Entwicklung befindlichen Fundamente nicht unnötig belastet werden.
Vor der Erstbelegung sollte die Geschlechtsreife sicher eingetreten sein. Erst das Zusammenspiel aus geeigneter Körperkondition, belastbaren Fundamenten und physiologischer Reife schafft gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in den Reproduktionszyklus.
Sauenfütterung individuell optimieren
Eine gezielte Jungsauenfütterung schafft die Grundlage für Belegungsreife, stabile Fundamente, passende Körperkondition und eine lange Nutzungsdauer. Welche Fütterungsstrategie optimal ist, hängt von Genetik, Entwicklungsstand, Lebendmasse und den eingesetzten Futtermitteln ab.
Im Rahmen unserer kostenlosen Beratung und Rationsberechnung prüfen wir die Versorgung Ihrer Jungsauen und stimmen Futterkurve, Mineralfutter und Konditionierungsziele auf Ihren Betrieb ab. Unsere eigenen Mineralfutterrezepturen können bei Bedarf auch betriebsindividuell angepasst und produziert werden.
Phasenfütterung und die Rolle der Rohfaser
Energie und Lysin phasengerecht abstimmen
Mit zunehmender Lebendmasse sinkt der relative Bedarf an standardisiert ileal verdaulichem Lysin. Lysin ist eine essenzielle Aminosäure und für den Aufbau von Körperprotein sowie damit für Muskel- und Gewebewachstum von zentraler Bedeutung. Für die Rationsgestaltung ist deshalb eine phasenweise Anpassung des Verhältnisses von SID-Lysin zu Energie erforderlich. Höhere Lysin-Energie-Verhältnisse sind in der frühen Aufzucht notwendig, während sie in der Endaufzucht abgesenkt werden können. Eine zu starke Absenkung wirkt sich nachteilig auf Wachstum und Pubertätsentwicklung aus. Entscheidend ist daher, das Wachstum gezielt zu steuern, ohne eine Unterversorgung zu riskieren.
Wachstum über Energiedichte und Rohfaser steuern
Funktionelle Rohfaser kann helfen, die Energiedichte der Ration zu begrenzen und gleichzeitig das Sättigungsverhalten sowie die Darmfunktion zu unterstützen. Damit lässt sich die Energieaufnahme kontrollierter steuern als durch eine starke mengenmäßige Futterrestriktion.
Untersuchungen zeigen, dass ein faserreiches Fütterungsprogramm während der Jungsauenentwicklung Körpergewicht und Rückenspeckentwicklung beeinflussen kann, ohne die Tiere zwangsläufig mit Protein, Mineralstoffen und Vitaminen zu unterversorgen. Entscheidend ist, dass die Rohfaserstrategie mit einer ausreichenden Versorgung aller essenziellen Nährstoffe kombiniert wird.
Produkteinsatz: Der R-Fasermix kann als Bestandteil einer rohfaserbetonten Rationsgestaltung eingesetzt werden. Die passende Einsatzmenge sollte anhand der vorhandenen Rohstoffe, der analysierten Rohfasergehalte und der gewünschten Energiedichte festgelegt werden.
Fundament- und Klauengesundheit
Gesunde Klauen und belastbare Fundamente sind eine zentrale Voraussetzung für Tierwohl, Langlebigkeit und eine dauerhaft stabile Reproduktionsleistung. Klauenläsionen, Fehlstellungen und Lahmheiten gehen mit Schmerzen, eingeschränkter Bewegungsfähigkeit und einem erhöhten Risiko vorzeitiger Abgänge einher. Die gezielte Förderung der Klauen- und Fundamentgesundheit ist daher ein wesentlicher Baustein für den langfristigen Verbleib der Jungsau im Bestand.
Auch bei einer kontrollierten Wachstumsgeschwindigkeit muss die Mineralisierung von Knochen und Fundamenten abgesichert bleiben. Calcium und verdaulicher Phosphor sind dafür gemeinsam zu betrachten. Eine höhere Calciumgabe ist nicht automatisch vorteilhaft, da ein ungünstiges Calcium-Phosphor-Verhältnis die Verwertung des Phosphors beeinträchtigen kann.
Ergänzend sind Vitamin D sowie Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Mangan für Knochenstoffwechsel, Gelenke und Klauenhorn relevant. Die Mineralstoffversorgung sollte deshalb auf die eingesetzten Getreide- und Eiweißkomponenten sowie auf die tatsächliche Futteraufnahme abgestimmt werden.
Produkteinsatz: Je nach Aufzuchtphase und Zusammensetzung der betriebseigenen Futtermischung können R-Gold Tbeziehungsweise R-Gold Lac zur Ergänzung von Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen eingesetzt werden. Die endgültige Auswahl sollte auf Basis einer Rationsberechnung erfolgen.
Passendes Mineralfutter beginnt mit einer abgestimmten Ration
Je nach Aufzuchtphase, Rohstoffbasis und Zusammensetzung der betriebseigenen Futtermischung können R-Gold T oder R-Gold Lac zur bedarfsgerechten Ergänzung von Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen eingesetzt werden.
Welche Rezeptur optimal zu Ihrem Betrieb passt, ermitteln wir im Rahmen einer kostenlosen Beratung und Rationsberechnung. Unsere Mineralfutter basieren auf eigenen Rezepturen und können bei Bedarf auch betriebsindividuell angepasst und produziert werden.
Futterqualität und Mykotoxinmanagement
Eine sichere Jungsauenfütterung beginnt mit hygienisch einwandfreien und lagerstabilen Futtermitteln. Feuchtigkeit, Erwärmung und Schimmelbildung können die Futterqualität beeinträchtigen und das Risiko einer Mykotoxinbelastung erhöhen. Da Mykotoxine weder am Aussehen noch am Geruch zuverlässig erkannt werden können, gehören eine sorgfältige Lagerung, repräsentative Beprobung und gezielte Laboranalysen zu einem wirksamen Qualitätsmanagement.
Zearalenon: Darauf kommt es an!
Zearalenon gezielt berücksichtigen
Für Jungsauen ist insbesondere Zearalenon (ZEN), von Bedeutung. Das von Fusarium-Pilzen gebildete Mykotoxin besitzt eine östrogene Wirkung und kann hormonelle Abläufe sowie die Entwicklung des Reproduktionstraktes beeinflussen.
Bei nachgewiesenen Belastungen müssen Analysewert, Tiergruppe, Einmischrate und mögliche Mehrfachkontaminationen gemeinsam bewertet werden.
! Besonders für Jungsauen ist dabei eine Beurteilung erforderlich, da für diese Tiergruppe niedrigere EU-Richtwerte gelten als für ältere Sauen und Mastschweine.
Getreideeinlagerung und Konservierung
Feuchtes oder nicht ausreichend lagerstabiles Getreide bietet Schimmelpilzen günstige Wachstumsbedingungen. Eine frühzeitige und gleichmäßige Konservierung kann die Lagerstabilität verbessern und das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen begrenzen. Bereits vorhandene Mykotoxine werden dadurch jedoch nicht entfernt!
Für die betriebliche Konservierung stehen unterschiedliche Lösungen zur Verfügung:
Mega Grain Liquid
Zur Konservierung von Getreide, CCM, Silagen, TMR und Futtermischungen.
Mega Corn Liquid
Für den Einsatz bei Feuchtmais oder Hülsenfrüchten
Organic Grain Liquid
Steht speziell für ökologisch wirtschaftende Betriebe zur Verfügung.
Was tun bei nachgewiesener Mykotoxinbelastung?
Werden in einer repräsentativen Probe Mykotoxine nachgewiesen, ohne dass die für die jeweilige Tiergruppe maßgeblichen Richtwerte überschritten werden, kann R-Megafeed als ergänzender Toxinbinder in die Ration aufgenommen werden.
Der Einsatz sollte immer auf Grundlage des Laborbefundes, der betroffenen Mykotoxine, der Einmischrate und der vollständigen Rationsberechnung erfolgen. R-Megafeed ersetzt weder die Ursachenanalyse noch die konsequente Kontrolle und gegebenenfalls Sperrung auffälliger Partien. Bei Überschreitung maßgeblicher Richtwerte ist die Verwendbarkeit des Futters vorab fachlich zu prüfen.
Feld- und Lagerpilze gezielt unterscheiden
Wie die Abbildung zeigt, können Mykotoxinrisiken sowohl bereits auf dem Feld als auch während der Lagerung entstehen. Fusarium-Arten zählen zu den typischen Feldpilzen und können unter anderem Zearalenon, DON oder Fumonisine bilden. Für Jungsauen ist insbesondere Zearalenon relevant, da es hormonelle Abläufe und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.
Lagerpilze wie Aspergillus– und Penicillium–Arten entwickeln sich vor allem bei ungünstigen Lagerbedingungen, beispielsweise bei erhöhter Feuchtigkeit oder Erwärmung. Je nach Pilzart können unter anderem Leber, Nieren, Immunsystem, Futteraufnahme und Leistung betroffen sein.
Die Zuordnung in Feld- und Lagerpilze dient dabei der Orientierung, da sich Entstehungsbedingungen und Belastungen in der Praxis überschneiden können. Entscheidend ist ein durchgängiges Qualitätsmanagement! Vom sauberen Erntegut über eine fachgerechte Konservierung bis zur trockenen und kühlen Einlagerung.
Die richtige Beprobung ist entscheidend!
Mykotoxine können innerhalb einer Getreidepartie sehr ungleichmäßig verteilt sein.
- mehrere Teilproben über die gesamte Partie verteilt entnehmen
- möglichst auch während des Förderns oder Umlagerns beproben
- Teilproben zu einer Sammelprobe zusammenführen und gründlich vermischen
- Probe eindeutig der jeweiligen Partie zuordnen
- auffällige oder risikobehaftete Chargen gezielt auf Zearalenon und weitere Fusariumtoxine untersuchen
Futterqualität von der Ernte bis zum Trog absichern
Ein wirksames Mykotoxinmanagement beginnt bereits bei der Ernte und Einlagerung. Feuchtigkeit, Erwärmung und ungünstige Lagerbedingungen fördern Schimmelwachstum und können das Risiko einer Toxinbelastung erhöhen. Mit einer fachgerechten Konservierung durch Mega Grain Liquid, Mega Corn Liquid oder Organic Grain Liquid (für ökologisch wirtschaftende Betriebe) lässt sich die Lagerstabilität gezielt verbessern.
Werden trotz aller Vorsorgemaßnahmen Mykotoxine nachgewiesen, kann R-Megafeed bei fachlich vertretbaren Belastungen ergänzend in die Ration eingebunden werden. Entscheidend sind dabei immer Analysewert, Tiergruppe, Einmischrate und die gesamte Rationsgestaltung.
Wir unterstützen Sie bei Beprobung, Bewertung, Konservierung und Rationsanpassung: kostenlos und abgestimmt auf Ihre betrieblichen Bedingungen.
Gemeinsam die Schweinefütterung optimieren
Ob Jungsau, Sau, Ferkel oder Mastschwein: Jede Produktionsphase stellt andere Anforderungen an Nährstoffversorgung, Futterstruktur und Management. Deshalb betrachten wir nicht nur einzelne Produkte oder Kennzahlen, sondern das gesamte Fütterungskonzept Ihres Betriebes.
Im Rahmen unserer Beratung analysieren wir gemeinsam Ihre betriebseigenen Rohstoffe, Rationen, Leistungsdaten und aktuellen Herausforderungen. Darauf aufbauend entwickeln wir praxisnahe Lösungen, die Tiergesundheit, Leistung und Wirtschaftlichkeit sinnvoll miteinander verbinden – abgestimmt auf Ihren Bestand und Ihre betrieblichen Ziele.
Futtermittel Management 4.0
DIE AGRAMIX APP
Unsere App Agramix definiert das Futtermittel-Management des eigenen Futters neu.
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- 24/7 Erreichbarkeit
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Sie haben Fragen?
Wir beraten Sie persönlich
Ob Fütterungskonzept, Rationsgestaltung, Mineralfutter oder betriebliche Herausforderung: Unser Beratungsteam unterstützt Sie mit praxisnahen Lösungen für die Schweinehaltung. Gemeinsam betrachten wir Ihre Rohstoffe, Leistungsdaten und betrieblichen Ziele – von der Jungsauenaufzucht über Sauen und Ferkel bis zur Mast.
Auch bei anderen Anliegen rund um die Rottmann Group sind Sie bei uns richtig. Wir bringen Sie schnell mit dem passenden Ansprechpartner zusammen und unterstützen Sie persönlich, zuverlässig und auf Augenhöhe.
Nehmen Sie jetzt Kontakt auf, denn gemeinsam finden wir die passende Lösung für Ihren Betrieb.