Was rechnet sich für Ihren Betrieb?
Die Entscheidung, ob Kälber mit Vollmilch oder Milchaustauscher (MAT) getränkt werden sollen, ist in der Praxis weniger eine Frage der Überzeugung als vielmehr eine betriebswirtschaftliche Abwägung.
Milchpreis, Tränkemenge, Arbeitswirtschaft und Tiergesundheit beeinflussen maßgeblich, welches System sich unter den jeweiligen Bedingungen rechnet.
Daher zeigen wir im Folgenden auf, welches System sich wann rechnet, und was die jeweiligen Vor- und Nachteile sind.
Was rechnet sich für Ihren Betrieb?
Die Entscheidung, ob Kälber mit Vollmilch oder Milchaustauscher (MAT) getränkt werden sollen, ist in der Praxis weniger eine Frage der Überzeugung als vielmehr eine betriebswirtschaftliche Abwägung.
Milchpreis, Tränkemenge, Arbeitswirtschaft und Tiergesundheit beeinflussen maßgeblich, welches System sich unter den jeweiligen Bedingungen rechnet.
Daher zeigen wir im Folgenden auf, welches System sich wann rechnet, und was die jeweiligen Vor- und Nachteile sind.
Milchaustauscher – kalkulierbar und managementfreundlich
Milchaustauscher bieten vor allem Sicherheit. Hochwertige Produkte mit hohem Milchproteinanteil ermöglichen bei korrekter Anwendung sehr gute Tageszunahmen.
Pro: konstante und qualitativ hochwertige Zusammensetzung, sehr hohe Verdaulichkeit, klare Kosten pro Kalb, hohe Hygienesicherheit, gut automatisierbar
Contra: korrekte Anmischung zwingend erforderlich
Vollmilch – schwankende Inhaltsstoffe, versteckte Kosten
Vollmilch gilt ernährungsphysiologisch als Referenzfuttermittel für präruminante Kälber.
Pro: gute Akzeptanz, keine Mischfehler, physiologisch natürlich
Contra: schwankende Inhaltsstoffe, Hygienerisiken (Keime, Mastitis- oder Antibiotikamilch), zusätzlicher Arbeits- und Energieaufwand, Ergänzer muss eingemischt werden
Dieser Tränkeplan ermöglicht eine ideale Versorgung der Kälber von der Kolostrumphase bis zum Absetzen. Eine bedarfsgerechte Milchmenge in Kombination mit frühzeitiger TMR-Aufnahme fördert Gesundheit und Entwicklung. Der dynamische Übergang sorgt für Stabilität und ein stressarmes Absetzen.
Kalkulator: MAT vs. Vollmilch
Annahmen:
Tränkeperiode: 12 Wochen (84 Tage)
Ø Tränkemenge: 9 Liter pro Kalb und Tag
Gesamttränkemenge: 84 Tage × 9 l = 760 Liter
MAT-Konzentration: Ø 150 g MAT je Liter Wasser
Metabolische Programmierung
In den ersten Lebenswochen gibt es die entscheidende Phase, in denen sich wichtige Systeme und Organe ausbilden.
So auch den späteren Stoffwechsel der Tiere und die Leistung.
Metabolische Programmierung
In den ersten Lebenswochen gibt es die entscheidende Phase, in denen sich wichtige Systeme und Organe ausbilden. So auch den späteren Stoffwechsel der Tiere und die Leistung.
Vor der Geburt
- Die Fütterung der Mutterkuh prägt den Stoffwechsel des Kalbes bereits im Mutterleib.
- Die Nährstoffversorgung beeinflusst späteres Wachstum, Energieverwertung und Leistung
- Unterversorgung führt zur Programmierung auf einen „Mangelmodus“.
- Bei später intensiver Fütterung steigt das Risiko für Stoffwechselprobleme und geringere Futtereffizienz.
- Eine bedarfsgerechte Fütterung der Mutterkühe ist entscheidend für gesunde, leistungsfähige Kälber.
Nach der Geburt
- Die postnatale Fütterung prägt die spätere Leistungsfähigkeit der Milchkuh
- Die frühe Nährstoffversorgung beeinflusst Wachstum, Stoffwechsel und Energienutzung.
- Energieunterversorgung führt zu dauerhaft geringerer Futteraufnahme und langsamerem Wachstum.
- Überversorgung begünstigt schnelle Gewichtszunahmen und späteres Übergewicht.
- Langfristige Anpassungen im Hypothalamus zeigen die nachhaltige Programmierung von Hunger- und Sättigungsregulation sowie Gesundheit und Leistung.
Vor der Geburt
- Die Fütterung der Mutterkuh prägt den Stoffwechsel des Kalbes bereits im Mutterleib.
- Die Nährstoffversorgung beeinflusst späteres Wachstum, Energieverwertung und Leistung
- Unterversorgung führt zur Programmierung auf einen „Mangelmodus“.
- Bei später intensiver Fütterung steigt das Risiko für Stoffwechselprobleme und geringere Futtereffizienz.
- Eine bedarfsgerechte Fütterung der Mutterkühe ist entscheidend für gesunde, leistungsfähige Kälber.
Nach der Geburt
- Die postnatale Fütterung prägt die spätere Leistungsfähigkeit der Milchkuh
- Die frühe Nährstoffversorgung beeinflusst Wachstum, Stoffwechsel und Energienutzung.
- Energieunterversorgung führt zu dauerhaft geringerer Futteraufnahme und langsamerem Wachstum.
- Überversorgung begünstigt schnelle Gewichtszunahmen und späteres Übergewicht.
- Langfristige Anpassungen im Hypothalamus zeigen die nachhaltige Programmierung von Hunger- und Sättigungsregulation sowie Gesundheit und Leistung.
Wie der Milchaustauscher korrekt angerührt, dosiert und verfüttert wird haben wir in Videos erklärt. Dazu einfach hier anschauen und dazulernen:
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